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Silvano Cerutti · Count Vlad
GIER LIVE
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Die wichtigsten Fakten
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GIER LIVE ist eine szenische Lesung vor einem kleinen Bühnenbild. Im eineinhalbstündigen Programm (mit Pause) wechseln sich Ausschnitte aus dem Buch »Du nennst das Gier« (Salis Verlag) mit Songs ab und ergeben eine in sich stimmige Geschichte.
Die Auftritte erfolgen grundsätzlich mit Verstärkeranlage bei moderater Lautstärke. Ist der Veranstalter/die Veranstalterin nicht in der Lage, eine solche zu stellen, kann eine kleine Gesangsanlage mitgemietet werden. Wir begrüssen Anlässe, an denen das Publikum auch während der Lesung an der Bar ein Bier bestellen darf.

GIER LIVE wurde vom Regisseur Reto Ott (Radio DRS) gecoacht und wird mit Produktions­beiträgen unterstützt von: Ernst Göhner Stiftung, Kanton Zug, Stadt Zug.

GIER LIVE ist das fünfte gemeinsame Programm von Silvano Cerutti und Count Vlad.

Mit ihren bisherigen Programmen sind sie unter anderem an folgenden Orten aufgetreten:
Hafenkneipe · Zürich, Seefeld Razzia · Zürich, Kaufleuten · Zürich, Burgbachkeller · Zug, Gewürzmühle · Zug, Chollerhalle · Zug, Subtone · Baden, Hafebar · Solothurn, Open Air Muri, Open Air Waldstock · Steinhausen, Kleintheater Luzern, Schwanbar · Aarau, Flussaufwärts · Aarau, Buchmesse Leipzig

Auf der Website www.certext.ch können alle aktuellen Informationen sowie die Promofoto in Druckqualität bezogen werden. Hörbeispiele folgen so bald als möglich.

Veranstaltern können Plakate zur Verfügung gestellt werden sowie Flyer.

Silvano Cerutti und Count Vlad weisen in Newslettern auf die Lesungen hin, dasselbe tut der Salis Verlag auf seiner Website www.salisverlag.com und in seinem Mail-Newsletter.

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Kurztext
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Fredy Grübel hat’s versaut: Von der Freundin, der Partei und dem Arbeitgeber auf die Strasse gestellt, verschuldet, versoffen und mit einem Burnout zieht er nach Solothurn aufs Land. In Ruhe will er seine Rückkehr als Messias der Schweizer Politik vorbereiten. Aber sogar der geheimnisvolle Erzähler schimpft ihn nur »Depp« und seine einzige Wählerin wird bestialisch ermordet…

Auf einem Dachboden liest Silvano Cerutti und Count Vlad singt dazu Lieder: von und für verlorene Seelen.

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Promofoto
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http://www.certext.ch/downloads/promofoto.jpg
Bildlegende: Count Vlad (Songs, links), Silvano Cerutti (Text, rechts)

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Storyline
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Fredy Grübel hats versaut. Aus der Partei geworfen, mit den Freunden verkracht, den Job verloren, von der Frau verlassen, im Rückstand mit den Alimenten. Sein Burn-Out verdrängt er mit Alkohol. Für den geheimnisvollen Erzähler, der seine Ohren überall zu haben scheint, ist Grübel nur »der Depp« oder, wenn Sie’s zärtlicher brauchen, »der Idiot«.

Ein Umzug von Zug ins solothurnische Bätzigen, hofft Grübel, wird es richten. Ein ruhiges Leben auf dem Land, ein befristeter Job als Sozialdetektiv, ein Büro in Solothurn und eine neu zu gründende Partei sollen eine Wiederauferstehung als Erneuerer der Schweizer Politik ermöglichen.

Aber dann geht’s mit dem Parteiprogramm nicht richtig vorwärts, der Vermieter ist ein Choleriker, Bätzigen hat auf keinen neuen Mitbewohner gewartet und politisch ist man so rechtschaffen, dass es nicht mal eine SP gibt im Dorf. Ginge alles noch, findet der Depp, wenn ihm seine Verflossene nicht mit dem Anwalt drohen würde wegen der Alimente. Also muss die Partei warten, weil er bei Alex einen Auftrag als Detektiv an Land zieht.

Alex, der Treuhänder, ist schon vor zwanzig Jahren nach Bätzigen gezogen, seine persönliche Krise liegt noch weiter zurück. Er ist kontrolliert, diszipliniert, lebt als Single, erledigt die Gemeindefinanzen und dient dem Gemeinderat als ständiger Berater. Denn Bätzigen ist ambitioniert. Trotz Schulden will man den »Sunnerain« kaufen, die heruntergekommene Liegenschaft sanieren und endlich den Steuerunterbietungswettbewerb mit Feldbrunnen lancieren.

Von diesem Plan lässt man sich auch nicht abhalten, als im Wald plötzlich die verstümmelte Leiche einer Studentin liegt, der halbe Gemeinderat Bürgerwehr spielt und Alex den Deppen zur Aufklärung des Mordes ins Feld schickt. Oder ist das nur ein Vorwand, um einen anderen Skandal zu vertuschen? Ein paar gestauchte Rippen, Quetschungen und Schürfungen später ist der Depp noch immer nicht schlauer und der Erzähler hört sich selber um. Wird er deshalb von Handwerkern kommentarlos aus seinem Loft vertrieben?

Und was hat Gier mit der Geschichte zu tun?

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Biografie Silvano Cerutti
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Silvano Cerutti, 1973 in Deutschland geboren, aufgewachsen im Kanton Zug, lebt heute in Solothurn. Er arbeitet als Schriftsteller und Kulturjournalist. Seine erste öffentliche Lesung fand 1993 im alten Kunsthaus von Zug statt, schon damals zusammen mit dem als Count Vlad bekannten Martin Flückiger.

In den folgenden Jahren arbeitete Cerutti an der Schnittstelle von spoken word und Songs. Daraus resultierten unter anderem zwei CDs: 1998 »We Nefer Wonderful« mit der Formation Fallmond (spoken word/Chanson/Tango/Rock) sowie 2000 »Attack« mit der Gruppe Selber (spoken word/Industrial/Cabaret).

Ab 1998 erarbeiten Cerutti und Flückiger gemeinsame Bühnenprogramme, in denen sich Songs und Kurzgeschichten abwechseln und thematisch ergänzen: »Das Herz der Samstagnacht« (1998), »Heart To Handle« (1999), »Mordsgesänge« (2006) und »Gschnätzlets« (2007). Ziel der gemeinsamen Form ist es, ein (junges) Publikum zu unterhalten, ohne sich inhaltlich mit Comedy-Elementen anzubiedern. Mit ihren Programmen treten Cerutti/Flückiger in Clubs wie der Zürcher Hafenkneipe, in Slamkellern wie dem Badener Subtone, an Openairs wie dem Steinhauser Waldstock aber auch im Zürcher Kaufleuten und in Kleintheatern auf.

Thematisch schreibt Cerutti in den letzten Jahren aus dem Graben zwischen ländlicher und städtischer Schweiz. Als Erzähler und scharfer aber respektvoller Beobachter, der seine Figuren auch dann nicht diskreditiert, wenn sie politisch das Heu nicht auf der gleichen Bühne haben wie er, nimmt er sich den Sorgen und Nöten kleiner Leute an.

Im Buch »Gschnätzlets« (Salis Verlag, 2007; Monologe, erzählt mit den Mitteln der Kurzgeschichte) lieferte er einen Panoramablick auf Schweizer Befindlichkeiten und ging der Frage nach, auf welchem Teil der Schweizer Mentalität Amokläufer einen Nährboden finden. (»Gschnätzlets« wurde von Radio DRS1 zu einem Hörspiel umgearbeitet und 2009 ausgestrahlt.)

Auf der spoken-word-CD »Kafi Träsch« (Salis Verlag, 2008) montierte er alte Kinderlieder mit Lebensgeschichten, die sich in der Moderne verirren zu einer »Wohnblockstubete«.

»Du nennst das Gier« (Salis Verlag, 2010) ist sein erster Kriminalroman. Entstanden in einem Klima, in welchem Steuersenkungen als Allheilmittel auf die Krisen dieser Welt betrachtet werden, beinhaltet dieser Seitenhiebe auf die neoliberale Wahnwirtschaft genauso wie auf jene Bauernschläue, die Rendite über Moral stellt sowie auf verquere Vorstellungen darüber, wie sich Schriftsteller politisch zu äussern haben.

Basierend auf »Du nennst das Gier«, haben Martin Flückiger und Silvano Cerutti ein neues Bühnenprogramm erarbeitet, mit dem sie ab März 2010 auftreten.

Silvano Cerutti erhielt für seine literarische Arbeit zwei Förderpreise des Kantons Zug sowie ein dreimonatiges Atelierstipendium in Berlin.

www.certext.ch

Kontakt Silvano Cerutti
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Silvano Cerutti, Weissensteinstr. 53, 4500 Solothurn
Tel. 032 621 15 56, Handy 076 373 66 10, E-Mail cer@certext.ch

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Biografie Count Vlad
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Martin Flückiger, 1966 geboren, im aargauischen Muri aufgewachsen, arbeitet als Musiker und Kindergärtner. Seinen ersten Auftritt absolvierte er 1984. Sein Bühnenname Count Vlad entstand aus einem Missverständnis auf Tour mit der irischen Black Velvet Band.

Die Stationen des Gitarristen, Sängers und Songschreibers Martin Flückiger decken ein weites Spektrum ab: Er spielte Flamenco im Quartett Los Guiris, donnerte bei Beautiful Noise New Wave und Punk von der Bühne und erarbeitete mit Bastard genauso radiotauglichen Pop wie düster walzenden Grunge. Als Strassenmusiker kennt er sich mit Folk aus, pflegt mit der legendären Coverband Fuk den klassischen Rampensau-Rock und mit dem Americana-Duo Desert Inn die Nachdenklichkeit der Melancholie. Flückiger, der auch Filmmusik und Kinderlieder geschrieben hat, pflegt in seinen eigenen Liedern als Singer/Songwriter einen Soul, der vom Text ausgeht.

Überhaupt ist der vielseitige Flückiger, was Rockmusiker lange nur ungern zugaben: belesen. Der Mann mit der beeindruckenden Reibeisenstimme besitzt neben der selbstverständlichen Plattensammlung auch eine Bibliothek. Entsprechend aufmerksam ist er der Erzähltradition von Songtexten gegenüber, die er in seinen Interpretationen auch mal gehörig gegen den Strich bürstet. Andererseits schafft er es, ohne Ironie und Kitsch das Berührende aus einem Celine-Dion-Song zu holen. Ja, das kann man.
Diese Virtuosität macht ihn zum idealen Partner in den Programmen mit Silvano Cerutti.
Flückiger begreift die Songs als Verlängerung des Textes, unterstreicht, ergänzt, gibt einen ironischen Kommentar ab oder holt Tröstendes aus der Rumpelkiste des Rock ’n’ Roll. Inzwischen umrahmt Flückiger, der auch solo auftritt, die Lesungen des Salis Verlags generell.

Kontakt Count Vlad
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Martin Flückiger, Rifferswilerstr. 1, 8915 Hausen am Albis
Tel. 044 764 03 65, E-Mail count_vlad@bluewin.ch